Womit soll ich dich wohl loben

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L. A. Gotter, 1661-1735

Womit soll ich dich wohl loben,
Mächtiger Herr Zebaoth?
Sende mir dazu von oben
Deines Geistes Kraft, mein Gott,
Denn ich kann mit nichts erreichen
Deine Gnad und Liebeszeichen.
Refrain:
Tausend-, tausendmal sei dir,
Großer König, Dank dafür.

2. Herr, entzünde mein Gemüte,
Daß ich deine Wundermacht,
Deine Gnade, True und Güte
Stets erhebe Tag und Nacht.
Denn von deinen Gnadengüssen
Leib und Seele zeugen müssen.
Refrain:

3. Denk ich nur der Sündengassen,
Drauf ich häufte Schuld mit Schuld,
So möcht ich vor Scham erblassen
Vor der Langmut und Geduld,
Womit du, o Gott, mich Armen
Hast getragen mit Erbarmen.
Refrain:

4. Ach ja, wenn ich überlege,
Mit was Lieb und Gütigkeit
Du durch so viel Wunderwege
Mich geführt die Lebenszeit,
So weiß ich kein Ziel zu finden,
Noch den Grund hier zu ergründen.
Refrain:

5. Du, Herr, bist mir nachgelaufen,
Mich zu reißen aus der Blut.
Denn da mit der Sünder Haufen
Ich nur suchte irdisch Gut,
Hießest du auf das mich achten,
Wornach man zuerst soll trachten.
Refrain:

6. O wie hast du meine Seele
Stets gesucht zu dir zu ziehn,
Daß ich aus der Sündenhöhle
Möchte zu den Wunden fliehn,
Die mich ausgesöhnet haben
Und mit Kraft zum Leben laben!
Refrain:

7. Ja, Herr, lauter Gnad und Wahrheit
Sind vor deinem Angesicht;
Du, du trittst hervor in Klarheit,
In Gerechtigkeit, Gericht,
Daß man soll aus deinen Werken
Deine Güt und Allmacht merken.
Refrain:

8. Wie du setzest jedem Dinge
Zeit, Zahl, Maß, Gewicht und Ziel,
Damit keinem zu geringe
Möcht geschehen, noch zu viel,
So hab ich auf tausend Weisen
Deine Weisheit auch zu preisen.
Refrain:

9. Bald mit Lieben, bald mit Leiden
Kamst du, Herr, mein Gott, zu mir,
Nur mein Herze zu bereiten,
Sich ganz zu ergeben dir,
Daß mein gänzliches Verlangen
Möcht an deinem Willen hangen.
Refrain:

10. Wie ein Vater nimmt und giebet,
Nach dems Kindern nützlich ist,
So hast du mich auch geliebet,
Herr, mein Gott, zu jeder Frist
Und dich meiner angenommen,
Wenns auch gleich aufs höchste kommen.
Refrain:

11. Mich hast du auf Adlersflügeln
Oft getragen väterlich
In den Thälern, auf den Hügeln
Wunderbar errettet mich.
Wenn schien alles zu zerrinnen,
Ward doch deiner Hilf ich innen.
Refrain:

12. Fielen tausend mir zur Seiten
Und zur Rechten zehnmal mehr,
Ließest du mich doch begleiten
Durch der Engel starkes Herr,
Daß den Nöten, die mich drangen,
Ich jedennoch bin entgangen.
Refrain:

13. Vater, du hast mir erzeiget
Lauter Gnad und Gütigkeit,
Und du hast zu mir geneiget,
Jesu, deine Freundlichkeit,
Und durch dich, o Geist der Gnaden,
Werd ich stets noch eingeladen.
Refrain:

14. Tausendmal sei dir gesungen,
Herr, mein Gott, Preis, Lob und Dank,
Daß es mir so wohl gelungen;
Auch laß meines Lebens Gang
Ferner doch durch Jesu Leiten
Nur gehn in die Ewigkeiten.
Da will ich, Herr, für und für ewig,
Ewig danken dir.

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