Die Sterne

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Melodie - Franz Schubert, 1828
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Karl Gottfried von Leitner, 1800-1890

Wie blitzen die Sterne so hell durch die Nacht!
Bin oft schon darüber vom Schlummer erwacht.
Doch schelt' ich die lichten Gebilde drum nicht,
Sie üben im Stillen manch heilsame Pflicht.

2. Sie wallen hoch oben in Engelgestalt,
Sie leuchten dem Pilger durch Heiden und Wald.
Sie schweben als Boten der Liebe umher,
Und tragen oft Küsse weit über das Meer.

3. Sie blicken dem Dulder recht mild ins Gesicht,
Und säumen die Tränen mit silbernem Licht.
Und weisen von Gräbern gar tröstlich und hold
Uns hinter das Blaue mit Fingern von Gold.

4. So sei denn gesegnet, du strahlige Schar!
Und leuchte mir lange noch freundlich und klar!
Und wenn ich einst liebe, seid hold dem Verein,
Und euer Geflimmer laßt Segen uns sein!

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