O Heil'ger Geist, kehr bei uns ein

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Melodie - "Wie schön leuchtet", Philipp Nicolai, 1599; Seq. bei Richard Jordan
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Michael Schirmer, 1640; englischer Text

O Heil'ger Geist, kehr bei uns ein
Und laß uns deine Wohnung sein,
O komm, du Herzenssonne!
Du Himmelslicht, laß deinen Schein
Bei uns und in uns kräftig sein
Zu steter Freud' und Wonne,
Daß wir in dir
Recht zu leben uns ergeben
Und mit Beten
Oft deshalben vor dich treten.

2. Gib Kraft und Nachdruck deinem Wort,
Laß es wie Feruer immerfort
In unsern Herzen brennen,
Daß wir Gott Vater, seinen Sohn,
Dich, beider Geist, in einem Thron
Für wahren Gott bekennen.
Bleibe, treibe
Und behüte das Gemüte,
Daß wir glauben
Und im Glauben standhaft bleiben!

3. Du Quell, draus alle Weisheit fleußt,
Die sich in fromme Seelen geußt,
Laß deinen Trost uns hören,
Daß wir in Glaubenseinigkeit
Auch können alle Christenheit
Dein wahres Zeugnis lehren!
Höre, lehre,
Herz und Sinnen zu gewinnen,
Dich zu preisen,
Gut's dem Nächsten zu erweisen!

4. Steh uns stets bei mit deinem Rat
Und führ uns selbst den rechten Pfad,
Die wir den Weg nicht wißen!
Gib uns Beständigkeit, daß wir
Getreu dir bleiben für und für,
Wenn wir nun leiden müßen!
Schaue, baue,
Was zerrißen und geflißen,
Dir zu trauen
Und auf dich allein zu bauen!

5. Laß uns dein' edle Balsamkraft
Empfinden und zur Ritterschaft
Dadurch gestärket werden,
Auf daß wir unter deinem Schutz
Begegnen aller Feinde Trutz,
Solang wir sind auf Erden!
Laß dich reichlich
Auf uns nieder, daß wir wieder
Trost empfinden,
Alles Unglück überwinden!

6. Du starker Fels und Lebenshort,
Laß uns dein himmelsüßes Wort
In unsern Herzen brennen,
Daß wir uns mögen nimmermehr
Von deiner weisheitreichen Lehr'
Und reinen Liebe trennen!
Fließe, gieße
Deine Güte ins Gemüte,
Daß wir können
Christm unsern Heiland nennen!

7. Du süßer Himmelstau, laß dich
In unsre Herzen kräftiglich
Und schenk uns deine Liebe,
Daß unser Sinn verbunden sei
Dem Nächsten stets mit Liebestreu'
Und sich darinnen übe!
Kein Neid, kein Streit
Dich betrübe, Fried' und Liebe
Müßen schweben;
Fried' und Freude wirst du geben!

8. Gib, daß in reiner Heiligkeit
Wir führen unsre Lebenszeit,
Sei unsres Geistes Stärke,
Daß uns forthin sei unbewußt
Die Eitelkeit, des Fleisches Lust
Und seine toten Werke!
Rühre, führe
Unser Sinnen und Beginnen
Von der Erden,
Daß wir Himmelserben werden!

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