Nun laßt uns Gottes Güte

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J. M. Dilherr, 1604-1669

Nun laßt uns Gottes Güte
Uns führen zu Gemüte,
Laßt uns des Vaters Segen
Und Liebe recht erwägen.

2. Eh wir ans Licht gesetzet,
Hat er uns hoch geschätzet
Und schon aus Liebestrieben
Ins Lebensbuch geschrieben.

3. Er hat uns aufgenommen
Hier in die Zahl der Frommen,
Gemacht zu seinen Erben,
Daß wir nicht ewig sterben.

4. Er giebt uns zu erkennen
Sein Wort, daß wir ihn nennen
Den gütigen Ernährer
Und freundlichen Bescherer.

5. Er hat für unser Leben
Sein eigen Kind gegeben,
Er ließ es gar als Bürgen
Für uns am Kreuz erwürgen.

6. Dies lasset uns bedenken,
Wenn uns die Sorgen kränken,
Daß der aufs höchste liebet,
Der seinen Sohn hergiebet.

7. Er kann uns nichts versagen,
Wenn wir ihm gläubig klagen,
Was wir vonnöten haben
An Seel und Liebesgaben.

8. Wie Vögel in den Lüften
Und Tiere in den Klüften,
Ja Blumen an den Wegen
Uns dies vor Augen legen.

9. Sollt der, der diese heget
Und ihrer fleißig pfleget,
Uns, seine Himmelserben,
Verlassen zum Verderben?

10. Verleih uns, und beschere
Uns, Vater, dir zur Ehre,
Daß wir dir recht vertrauen
Und gänzlich auf dich bauen.

11. Wenn wir nub dieses haben,
So werden uns die Gaben,
Der mir zu diesem Leben
Bedürfen, wohl gegeben.

12. Der Himmel samt der Erden
Muß eh zu nichte werden,
Eh du, Gott, die kannst lassen,
Die dich im Glauben fassen.

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