Gold und Silber lieb' ich sehr

Gold und Silber hätt ich gern

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Melodie - aus dem 19. Jahrhundert
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August Schnezler; Rechts: aus Franken

Gold und Silber lieb' ich sehr,
Kann's auch gut gebrauchen,
Hätt' ich doch ein ganzes Meer,
Mich hinein zu tauchen;
Braucht nicht grad geprägt zu sein,
Hab's auch so ganz gerne,
|: Sei's des Mondes Silberschein,
Sei's das Gold der Sterne. :|

2. Noch viel schöner winkt das Gold,
In dem vollen Becher,
Wenn dazu klingt wunderhold,
Frohes Lied der Zecher,
Daß die Zeit einst golden war,
Wer könnt das bestreiten?
|: Denkt man noch im Silberhaar
Gern der Jugendzeiten. :|

3. Doch am schönsten ist das Gold
Das vom Lockenköpfchen
Meines Liebchens niederrollt
In zwei langen Zöpfchen!
Darum komm' geliebtes Kind,
Laß uns herzen und küßen,
|: Eh' die Locken silber sind
Und wir scheiden müßen. :|

4. Liebes Mädchen trag' nicht Leid,
Blicke nicht so trübe,
Weil du nicht die einz'ge Maid,
Die ich erstlich Liebe.
Schau Studenten machen's so,
Lieben mehr als eine,
|: Bin ich nicht mehr Studio,
Lieb' ich dich alleine. :|

5. Wer nur eine einz'ge küßt,
Bis zur Jahreswende,
Und die anderen schüchtern grüßt,
Der ist kein Studente!
Wer noch nie bezechet war,
Der hat nie studieret,
|: Wär er auch so manches Jahr,
Ins Kolleg marschieret. :|

Gold und Silber hätt ich gern,
Könnts auch gut gebrauchen,
Hätt ich doch ein ganzes Meer,
Mich hinein zu tauchen,
Braucht auch nicht geprägt zu sein,
Habs auch so ganz gerne,
|: Seis des Mondes Silberschein,
Seis das Gold der Sterne. :|

2. Noch viel schöner ist das Gold,
Das vom Lockenköpfchen
Meines Liebchens rollt,
In zwei langen Zöpfchen!
Darum komm Du holdes Kind,
Laß Dich herzlich küssen
|: Bis die Locken silber sind,
Und wir scheiden müssen. :|

3. Mädel halt die Röcke fest,
Wenn die Winde blasen,
Wenn sich da was sehen läßt,
Gibts gleich lange Nasen,
Schau Studenden* sind mal so,
Sehen so was gerne,
|: Von den Knien bis zum Popo,
So aus weider* Ferne. :|


* Studenden = Studenten; weider = weiter

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