Es ist das Heil uns kommen her

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Melodie - c. 1400; Seq. bei Richard Jordan
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Paul Speratus, 1523; englischer Text

Es ist das Heil uns kommen her
Von Gnad' und lauter Güte,
Die Werke helfen nimmermehr,
Sie mögen nicht behüten,
Der Glaub' sieht Jesum Christum an
Der hat g'nug für uns all' getan,
Er ist der Mittler worden.

2. Was Gott im G'setz geboten hat,
Da man es nicht konnt' halten,
Erhub sich Zorn und große Not
Vor Gott so mannigfalten;
Vom Fleisch wollt' nicht heraus der Geist,
Vom G'setz erfordert allermeist,
Es war mit uns verloren.

3. Es war ein falscher Wahn dabei,
Gott hätt' sein G'setz drum geben,
Als ob wir möchten selber frei
Nach seinem Willen leben;
So ist es nur ein Spiegel zart,
Der uns zeigt an die sünd'ge Art,
In unserm Fleisch verborgen.

4. Nicht möglich war es, diese Art
Aus eignen Kräften laßen.
Wiewohl es oft versuchet ward,
Doch mehrt' sich Sünd' ohn Maßen;
Denn Gleisnerswerk Gott hoch verdammt,
Und je dem Fleisch der Sünde Schand'
Allzeit war angeboren.

5. Doch mußt' das G'setz erfüllet sein,
Sonst wär'n wir all' verdorben;
Darum schickt' Gott sein'n Sohn herein,
Der selber Mensch ist worden;
Das ganz' Gesetz hat er erfüllt,
Damit sein's Vaters Zorn gestillt,
Der über uns ging alle.

6. Und wenn es nun erfüllet ist
Durch den, der es konnt' halten,
So lerne jetzt dein frommer Christ
Des Glaubens recht' Gestalte.
Nicht mehr, denn: Lieber Herre mein,
Dein Tod wird mir das Leben sein,
Du hast für mich bezahlet!

7. Daran ich keinen Zweifel trag',
Dein Wort kann nicht betrügen.
Nun sagst du, daß kein Mensch verzag',
Das wirst du nimmer lügen:
Wer glaubt an mich und wird getauft,
Demselben ist der Himm'l erkauft,
Daß er nicht wird verloren.

9. Es wird die Sünd' durchs G'setz erkannt
Und schlägt das G'wissen nieder,
Das Evangelium kommt zuhand
Und stärkt den Sünder wieder
Und spricht: Nur kreuch zum Kreuz herzu,
Im G'setz ist weder Rast noch Ruh'
Mit allen seinen Werken!

10. Die Werk', die kommen g'wisslich her
Aus einem rechten Glauben;
Denn das nicht rechter Glaube wär',
Wollt'st ihn der Werk' berauben.
Doch macht allein der Glaub' gerecht,
Die Werke sind des Nächsten Knecht'.
Dabei wir'n Glauben merken.

13. Sei Lob und Ehr' mit hohem Preis
Um dieser Gutheit willen
Gott Vater, Sohn, Heiligen Geist!
Der woll' mit Gnad' erfüllen,
Was er in uns ang'fangen hat
Zu Ehren seiner Majestät,
Daß heilig werd' sein Name.


Kann jemand der 8, 11, 12, und 14te Strophen hilfen?

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