Ins Heu

Lied beym Heuen

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Melodie - Seq. bei Richard Kopp (Rechts)
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Links: aus Des Knaben Wunderhorn, I. Band
Rechts: Mündlich

Es hatte ein Bauer ein schönes Weib,
Die blieb so gerne zu Haus,
Sie bat oft ihren lieben Mann,
Er sollte doch fahren hinaus,
Er sollte doch fahren ins Heu,
Er sollte doch fahren ins
Ha, ha, ha; ha, ha, ha, Heidildey,
Juch heysasa,
Er sollte doch fahren ins Heu.

2. Der Mann der dachte in seinem Sinn:
Die Reden die sind gut!
Ich will mich hinter die Hausthür stelln,
Will sehn, was meine Frau thut,
Will sagen, ich fahre ins Heu, u. s. w.

3. Da kommt geschlichen ein Reitersknecht
Zum jungen Weibe hinein,
Und sie umpfanget gar freundlich ihn,
Gab straks ihren Willen darein.
Mein Mann ist gefahren ins Heu, u. s. w.

4. Er faßte sie um ihr Gürtelband,
Und schwang sie wohl hin und her,
Der Mann, der hinter der Hausthür stand,
Ganz zornig da trat herfür:
Ich bin noch nicht fahren ins Heu, u. s. w.

5. Ach trauter herzallerliebster Mann,
Vergieb mir nur diesen Fehl,
Will lieben fürbas und herzen dich,
Will kochen süß Muhs und Mehl;
Ich dachte du wärest ins Heu, u. s. w.

6. Und wenn ich gleich gefahren wär
Ins Heu und Haberstroh,
So sollt du nun und nimmermehr
Einen andern lieben also,
Der Teufel mag fahren ins Heu, u. s. w.

7. Und wer euch dies neue Liedlein pfif,
Der muß es singen gar oft,
Es war der junge Reitersknecht,
Er liegt auf Grasung im Hof,
Er fuhr auch manchmal ins Heu.

|: Ha ha ha, ha ha ha, ha ha ha, :|
Ha ha ha ha!

Es hatte ein Bauer ein schönes Weib,
Die blieb so gerne zu Haus,
Sie bat oft ihren lieben Mann,
Er sollt doch fahren hinaus,
Er sollte doch fahren ins Heu,
Er sollte doch fahren ins |: hahaha :| Heu,
Juchhei, juchhei, juchhei,
Er sollte doch fahren ins Heu,

2. Der Bauer dachte in seinem Sinn:
Die Reden, die sind mir gut!
Ich will mich hinter das Haustor stell'n,
Will sehn, was sie wohl tut.
Will sagen, ich fahre ins Heu,
Will sagen, ich fahre ins |: hahaha :| Heu,
Juchhei, juchhei, juchhei,
Will sagen, ich fahre ins Heu,

3. Da kommt geschlichen ein Reitersknecht
Zum jungen Weibe hinein,
Und sie umfängt gar freundlich ihn,
Gab stracks ihr'n Willen darein.
Mein Mann ist gefahren ins Heu,
Mein Mann ist gefahren ins |: hahaha :| Heu,
Juchhei, juchhei, juchhei,
Mein Mann ist gefahren ins Heu,

4. Er faßte sie um ihr Gürtelband
Und schwang sie hin und her;
Der Mann, der hinter dem Haustor stand,
Ganz zornig trat er hervor:
Ich bin nicht gefahrens ins Heu!
Ich bin nicht gefahrens ins |: hahaha :| Heu!
Juchhei, juchhei, juchhei
Er ist nicht gefahrens ins Heu!

5. Ach trauter herz aller liebster Mann,
Vergib mir diesen Fehl!
Ich will ja herzen und lieben dich,
Will kochen dir Mus und Mehl.
Ich dachte, du warest ins Heu.
Ich dachte, du warest ins |: hahaha :| Heu,
Juchhei, juchhei, juchhei
Ich dachte, du warest ins Heu,

Ich dachte, du warest ins...
|: Ha ha ha, ha ha ha, ha ha ha, ha :|
Ins Heu!


6. Und wenn ich gleich gefahren wär
Ins Heu und Haberstrohn,
So sollst du nun und nimmermehr
Einen anderen lieben also.
Da fahre der Teufel ins Heu!
Da fahre der Teufel ins |: hahaha :| Heu!
Juchhei, juchhei, juchhei
Da fahre der Teufel ins Heu!


In den frischen Liedlein Georg Forsters. Nürnberg 1565. II. XXV. ist schon der Anfang eines ganz ähnlichen Lieds:

Es hätt ein Biedermann ein Weib,
Ihr Tück wollt sie nit lan,
Das macht ihr grader stolzer Leib,
Daß sie bat ihren Mann,
Und daß er führ ins Heu, ins Heu,
    Nach Gromat in das Gey.

Der Mann der wollt erfüllen,
Der Frauen ihren Willen,
Er stieg zu aller öberst,
Wohl auf die Dillen,
Er sprach, er wollt ins Heu, ins Heu,
    Nach Gromat in das Gey.

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