Des Fischers Liebesglück

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Melodie - Franz Schubert, 1827
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Karl Gottfried von Leitner, 1800-1890

Dort blicket durch Weiden
Und winket ein Schimmer
Blaßstrahlig vom Zimmer
Der Holden mir zu.

2. Es gaukelt wie Irrlicht
Und schaukelt sich leise,
Sein Abglanz im Kreise
Des schwankenden Sees.

3. Ich schaue mit Sehnen
Ins Blaue der Wellen
Und grüße den hellen,
Gespiegelten Strahl.

4. Und springe zum Ruder
Und schwinge den Nachen
Dahin auf den flachen,
Krystallenen Weg.

5. Fein Liebchen schleicht traulich
Vom Stübchen herunter
Und sputet sich munter
Zu mir in das Boot.

6. Gelinde dann treiben
Die Winde uns wieder
See-einwärts zum Flieder
Des Ufers hin dann.

7. Die blassen Nachtnebel
Umfassen mit Hüllen
Vor Spähern des stillen,
Unschuldigen Scherz.

8. Und tauschen wir Küsse
So rauschen die Wellen,
Im Sinken und Schwellen
Den Horchern zum Trotz.

9. Nur Sterne belauschen
Uns ferne, und baden
Tief unter den Pfaden
Des gleitenden Kahns.

10. So schweben wir selig
Umgeben vom Dunkel,
Hoch überm Gefunkel
Der Sterne einher.

11. Und weinen und lächeln,
Und meinen enthoben
Der Erde schon oben,
Schon drüben zu sein.

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