Das Leben ist ein Würfelspiel

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Melodie - Feldmeister Martin Möckel 1935; Seq. bei Richard Aguilar
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Truppführer Paul Dilz, 1935

Das Leben ist ein Würfelspiel.
Wir würfeln alle Tage.
Dem einen bringt das Schicksal viel,
Dem and'ren Müh' und Plage.
Refrain:
Drum frisch auf, Kameraden,
Den Becher zur Hand,
Zwei Sechsen auf den Tisch.
Die eine ist für das Vaterland,
Die andere ist für mich.

2. Noch würfeln wir um unser Glück
Und um ein gut Gelingen.
Vielleicht auch bald um das Genick,
Wenn die Granaten singen.
Refrain:

3. Doch Furcht, die ist uns unbekannt,
Wie auch die Würfel liegen.
Wir kämpfen für das Vaterland
Und glauben, daß wir siegen.
Refrain:

4. Wir würfeln, daß die Platte kracht,
Nach alter Landsknechtssitte.
Schon mancher, der das Spiel verlacht,
Verschwand aus unsrer Mitte.
Refrain:

5. Und noch bei Petrus wollen wir
Den Würfelbecher schwingen.
Und noch im himmlischen Revier
Soldatenlieder singen.
Refrain:


aus Reddighausen, 1922

|: Das Leben ist ein Würfelspiel,
Bald fällt ein weing oder viel. :|

2. |: Um einz geht sichs das Leben an.
Man hofft und springt zum Tag heinein. :|

3. |: Um zwei ist man noch jung und klein.
Man ißt und trinkt und schläft dabei. :|

4. |: Um drei ist man noch frank und frei.
Man weiß noch nicht, was Liebe sei. :|

5. |: Um vier hat man schon was gespürt,
Wie man die Mädchen karressiert. :|

6. |: Um fünf dann dreht sichs rum und um.
Ihr Mädchen seid doch nicht so dumm. :|

7. |: Um sechs dann ist es Pflicht und Zeit,
Daß man sich nimmt ein schönes Weib. :|

8. |: Um sieben, acht, neun, und noch viel mehr,
Dann fällt der Würfer noch so schwer. :|

9. |: Und wenn der Würfel nicht mehr fällt,
So sag ich: "Gute Nacht, du Welt!" :|

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